Wasser-Wissen


Zinn, Sn

(tin) lat. stannum ("Zinn")

Stoffsystem

Zinn ist in seiner bei Raumtemperatur vorliegenden Form ein silberweiß glänzendes Schwermetall.

Physikalische und chemische Eigenschaften

Aussehen  weiß Schmelzpunkt 231,96 °C
Geruch geruchlos Siedepunkt 2.270 °C
Molmasse 118,71  g/mol Dichte  ( °C) 7,29
Zustand bei 20 °C fest Löslichkeit in Wasser (20 °C, 1 bar) nicht

Herstellung und Anwendung

Zinnerze werden nassmechanisch durch Flotation und nachfolgender magnetischer und elektrostatischer Verfahren auf bis zu 35% - 75% konzentriert. Mit Zuschlägen wie Kalk, Sand, Pyrit und Zinnhaltigen Flugstäuben wird das Konzentrat bei 1100°C im Ofen mit Kohlenstoff reduziert. Es wird Zinn mit einem Reinheitsgrad von 97 - 99%. Reinzinn wird überwiegend elektrolytisch gewonnen.

Verwendet wird Zinn in der Weißblechherstellung für Konservendosen, Lagermaterialien, Weichlote, als Legierungsbestandteil u.a. in Bronze und als Stabilisator in der Kunststoffindustrie. Auch wird es in der Textilindustrie als Flammenschutzmittel eingesetzt , in Krankenhäusern und der Landwirtschaft dient es als Fungizid.

Umwelteinfluss und Gesundheit

Zinn wird als ungiftig eingestuft und ist ein essentielles Spurenelement. Bei den organischen Verbindungen sind allerdings einige Verbindungen giftig. Der MAK-Wert für anorganische Verbindungen liegt bei 2 mg/m3, bei organischen bei 0,1 mg/m3. Bei Mangelerscheinungen kommt es zu Appetitlosigkeit, Haarausfall und Akne.

Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung

Zinn kann in Abwässern der Elektroindustrie auftreten, meistens zusammen mit Blei. In allgemeinen Abwässern tritt es nur wenig auf. Deshalb sind Zinn-Grenzwerte nicht immer in Ortssatzungen angegeben.

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