PVC (Polyvinylchlorid)

(polyvinyl chloride)

Stoffsystem

PVC gehört zu den meistverwendeten thermoplastischen Kunststoffen. Unter den Kunststoffen gilt PVC als das Produkt, dessen Umwelt- und Gesundheitsrelevanz am kontroversesten diskutiert wird.

Physikalische und chemische Eigenschaften

PVC ist ein Hartkunststoff, der durch Zusatz von Weichmachern auf den gewünschten Härtegrad eingestellt werden kann. In seiner Grundform ist PVC ein farbloses Material, das durch Einfärbung in jeder beliebigen Farbe lieferbar ist. Es weist eine hohe Steifigkeit und Zähigkeit auf und ist aufgrund seiner Unempfindlichkeit ein universal einsetzbarer Werkstoff, der zudem eine gute Ozonbeständigkeit besitzt.

Herstellung und Anwendung

Für die Herstellung von PVC sind Chlor und Ethylen wichtigste Ausgangsstoffe. Zunächst wird daraus monomeres Vinylchlorid gewonnen, das durch Suspensions-, Emulsions- und Masseverfahren zu Roh-PVC polymerisiert wird. Bei der Weiterverarbeitung von Roh-PVC wird je nach gewünschten Eigenschaften dann eine Vielzahl von Zusatzstoffen beigemischt.

Aufgrund seiner guten Beständigkeit gegen Säuren und Laugen bietet PVC ein breites Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten. Zu den bekanntesten Anwendungen gehören Kabelisolation, Folien, Rohre und Fußbodenbeläge. der größte Absatz liegt jedoch im Baubereich.

Umwelteinfluss und Gesundheit

Als wichtigste Umweltbelastung bei der PVC-Erzeugung gilt die Energiebereitstellung. Die weitere Umweltrelevanz ist sehr stark von den jeweiligen Zusatzstoffen abhängig.

Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung

Bei zahlreichen Anlagen der Abwasserreinigung werden PVC-Verrohrungen und Fittings sehr gerne eingesetzt. Eine relevante Auswirkung auf die Abwasserreinigung selbst ist nicht bekannt.

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