Puffervermögen von Wasser

(buffering of water) Das Puffervermögen von Wasser, ist das Vermögen, Säure oder Base in einer bestimmten Menge aufzunehmen, ohne dass sich der pH-Wert wesentlich verschiebt.

Gibt man eine Säure zu einem gepufferten Wasser, so werden zunächst die H+-Ionen vom Hydrogenkarbonat gebunden. Es entsteht Kohlensäure, die zum größten Teil in Kohlendioxid und Wasser zerfällt. Der  Restliche Anteil der Kohlensäure dissoziiert sehr schwach, so dass sich die H+-Ionenkonzentration nur geringfügig erhöht. Der pH-Wert bleibt somit annähernd konstant. Gibt man eine Base zu einem Puffer, so werden die OH--Ionen sofort vom Kohlendioxid gebunden. Es wird Hydrogenkarbonat gebildet. Der Verlust an Kohlendioxid wirkt sich nur geringfügig auf den Gehalt an Kohlensäure ( H+-Ionenkonzentration) aus. Der pH-Wert steigt nur schwach an.

Die Pufferung des Wassers ist um den Neutralpunkt (pH =  7) herum optimal. Sie versagt bei der Zugabe von Säuren im sauren Bereich, da unter pH=6 kein Hydrogenkarbonat mehr vorhanden ist. Sie versagt ebenso bei der Zugabe von Laugen im stark alkalischen Bereich, da oberhalb von pH 10 kein Kohlendioxid mehr im Wasser vorkommt.

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