Wasser-Wissen


Phosphorsäure

(phosphoric acid

Stoffsystem

H3PO4. Phosphorsäure ist eine anorganische Phosphorverbindung und mittelstarke Säure. Die Salze werden Phosphate genannt. Ortho-Phosphorsäure gilt als die wichtigste Säure des Phosphors. Sie ist deklariert als der Lebensmittelzusatzstoff E 338.

Physikalische und chemische Eigenschaften

einer 85 %igen Phosphorsäure

Aussehen  farblos Schmelzpunkt  21 °C
Geruch keiner Siedepunkt 158 °C
Molmasse 98,0  g/mol Dichte  ( ° C) 1,69 g/mL
Zustand bei 20 °C flüssig Löslichkeit in Wasser (20 °C, 1 bar) in jedem Verhältnis

Herstellung und Anwendung

Die Säure kann aus Rohphosphat mit Schwefelsäure, Salzsäure oder Salpetersäure hergestellt werden. Alternativ lässt sich die sogenannte thermische Phosphorsäure durch Verbrennung von weißem Phosphor und anschließender Hydrolyse herstellen.

Phosphorsäure dient als Ausgangsstoff zur Herstellung phosphathaltiger Düngemittel. Es wird auch als Legierungszusatz bei Eisen und Zink als Schutz gegen Korrosion eingesetzt. In der Lebensmittelbereich wird sie als Konservierungsmittel, Säuerungsmittel und als Säureregulator eingesetzt.

Umwelteinfluss und Gesundheit

Phosphorsäure gilt als giftig für Fische und Plankton. Die Düngewirkung auf Algen kann zu Eutrophierungen führen. Sie wird eingestuft in die Wassergefährdungsklasse (WGK) 1 oder 2 (je nach Modifikation). 

Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung

Im Rahmen der Abwasserreinigung kann Phosphorsäure u.a. bei der chemischen Aktivierung von Aktivkohle eingesetzt werden. In Klärschlämmen kommt es ja nach Maß der landwirtschaftlichen Nutzung im Einzugsgebiet in unterschiedlichen Konzentrationen vor. Unter Berücksichtigung des begrenzten Phosphorvorkommens wird über die Phosphorrückgewinnung auch aus Klärschlämmen nachgedacht. 

Links zum Thema

ww