Wasser-Wissen


Natriumchlorid 

(sodium chloride)

Stoffsystem

Natriumchlorid ist Kochsalz bzw. Speisesalz mit der chemischen Formel NaCl. Es ist weltweit das bekannteste Würzmittel. Salzlösungen sind elektrisch leitfähig.

Physikalische und chemische Eigenschaften

Aussehen  weißlich kristallin Schmelzpunkt 800 °C
Geruch geruchlos Siedepunkt 1465 °C
Molmasse 58,44  g/mol Dichte  ( °C) 2,164 g/cm3
Zustand bei 20 °C fest Löslichkeit in Wasser (0 °C)
Löslichkeit in Wasser (99 °C)

356 g/L
391 g/L

Herstellung und Anwendung

Es gibt unterschiedliche Methoden der Salzgewinnung wie den manuellen Abbau in Bergwerken und das Trocknen von Meerwasser in Salinen. Es entsteht auch als Nebenprodukt bei der Meerwasserentsalzung.

Die wesentlichen Anwendungen sind im Lebensmittelbereich als Gewürz und Konservierungsmittel.

Umwelteinfluss und Gesundheit

Das im Natriumchlorid enthaltene Natrium wird bei hohen Dosen u.a. für Bluthochdruck mitverantwortlich gemacht. Als Mindestbedarf des Menschen gilt ca. 200 mg Natrium/Tag, das entspricht etwa 0,5 g Natriumchlorid. Die durchschnittliche Natriumchlorid- Aufnahme in Deutschland liegt bei über 11 g/Tag. Die vertretbare Aufnahme wird mit 3-4 g bei normaler Tätigkeit angegeben. Viel Natriumchlorid enthalten Wurstwaren, Brot und Backwaren, Käse und einige Mineralwässer sowie Fertiggerichte. Weniger Natriumchlorid enthalten Milch, Sahne, Eier und unverarbeitete Fleischsorten. Wenig Natriumchlorid enthalten Früchte, Gemüse und Mehl.

Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung

Natriumchlorid ist die Hauptquelle der Chloridbelastung des Abwassers und der Gewässer. Natriumchlorid ist praktisch in jedem Abwasser enthalten. Es wird in die Wassergefährdungsklasse 1 eingestuft.

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