Asbest

Stoffsystem


Quelle: Universität München
Der Name Asbest kommt aus dem Griechischen und bedeutet ,,unauslöschlich, ewig". Dies ist ein Hinweis auf die Langlebigkeit, die Asbest hat. Asbest ist die Sammelbezeichnung für eine Gruppe in der Natur vorkommender, mineralischer Silikatfasern mit feinsandiger Struktur und hervorragenden physikalischen und chemischen Eigenschaften. Einige dieser Eigenschaften sind zum Beispiel: Nichtbrennbarkeit, Beständigkeit gegen Fäulnis und Korrosion, geringe elektrische Leitfähigkeit, geringe Wärmeleitfähigkeit, große Elastizität und Zugfestigkeit, hohe Adsorptions- und Isolierfähigkeit.

Physikalische und chemische Eigenschaften von Asbest

 

Weißasbest
(Chrysotil)

Blauasbest
(Krokydolith)

Braunasbest
(Amosit)

Erscheinung

Feine, leichte, Fasern

prismatische Fasern

lange spröde Kristalle u. Fasern

Farbe

Weiß, grau

gelblich , blau aschgrau

braun

Zugfestigkeit (N/mm²)

210-560

280-420

70-140

Flexibilität

sehr gut

gut

gut

spez. Gewicht (g/cm³)

2,2-2,6

2,8-3,6

2,9-3,3

Schmelzpunkt (°C)

1500

1180

1400

Elektr. Wiederstand (MWcm)

0,003-0,15

0,2-0,5

bis zu 500

Säurebeständigkeit

schlecht

gut

gut

Laugenbeständigkeit

sehr gut

gut

gut

 

Herstellung und Anwendung

Asbest wurde aufgrund seiner Eigenschaften seit der Jahrhundertwende in circa 3.500 verschiedenen Anwendungsbereichen technisch genutzt.

Umwelteinfluss und Gesundheit

Das natürlich vorkommende faserige Mineral gilt als krebserregend.

Abwasserreinigung/Trinkwasseraufbereitung

Es kommt u.a. in älteren Autos z.B. für Brems- und Kupplungsbeläge vor. Feinste Asbest-Teilchen gelangen durch Abrieb und Verschleiß in die Luft und auch ins Abwasser.

Bei der Herstellung von Asbestzement sowie von Asbestpapier und -pappe darf Abwasser nicht in ein Gewässer eingeleitet werden.